Mitch und Agility

Von Anfang an zeichnete sich bei Mitch ab, dass ich mit ihm wesentlich später mit dem Agility anfangen würde als bei Dave. Mitch war vom Kopf her einfach länger Welpe bzw. Junghund. Auch seine langen Beine machten und den Einstieg in die Kontaktzonenarbeit nicht gerade einfach. Mitch schaffte es einfach nicht, die langen Beine auf dem Stegabgang oder der Wippe zu sortieren :-( .

So beschloß ich, Mitch ersteinmal vernünftiger werden zu lassen und beschränkte mich darauf, die Welpenstunde sowie die Rocker-Gruppe zu besuchen und ihm den Grundgehorsam beizubringen. Allerdings übten wir in dieser Zeit Wechsel wie Belgier, Franzosen und Ketschker, indem ich Mitch um Bäume herumschickte.

Mitte Mai 2007 fing ich an, Mitch mit einer mit Claudia Thesinga-Wunderlich (Physiotherapeutin der deutschen Agility-Nationalmannschaft) abgestimmten Sprunggymnastik in unserem Garten an den Hürden auszubilden.

Wir haben davon auch mal ein paar Fotos gemacht (leider ist die Qualität der Fotos nicht besonders gut), um die einzelnen Phasen von Mitch`s Sprüngen festzuhalten.

Nachdem Mitch verstanden hatte, dass man über Hürden springt, übertrug er problemlos die zuvor ohne Hindernisse erlernten Wechsel auf die Hürden.

Die Sprunggymnastik in unserem recht kleinen Garten sorgte vermutlich auch dafür, dass Mitch – ganz anders als Dave – keine Riesenbögen machte, sondern – für mich ungewohnt – eng arbeitet.

Zu der Zeit habe ich mit Mitch auch mit dem Obedience angefangen. Auch hier zeigte sich, dass Mitch auf einmal zuhören konnte. Er lernte z.B. die Box sehr viel schneller als Dave.

Anfang Juli 2007 habe ich dann mit den Kontaktzonen angefangen. Zunächst versuchte ich die Kontaktzonen aufzubauen wie ich es auch bei Dave gemacht hatte. Aber da hatte ich die Rechnung ohne den Wirt gemacht ;-) . Für Mitch musste ich mir einen anderen Ausbildungsweg einfallen lassen, der aber letztendlich auch zum gewünschten Ziel führte.

Mit dem Gassenslalom haben wir ebenfalls im Juli 2007 angefangen. Allerdings machten wir aufgrund des nur einmal wöchentlich stattfindenden Trainings nicht so riesige Fortschritte, so dass uns dieses Gerät sehr viel Zeit gekostet hat :sad: . Nach wie vor ist das auch unsere Schwachstelle, da ich einfach noch kein Gefühl dafür entwickelt habe, welchen Abstand von mir Mitch benötigt :scratch: .

Ansonsten lässt sich Mitch gut führen. Er achtet auf mich, wobei er aber auch auf die Sprünge achtet. Mit ihm ist es kein Problem heute Midi-Höhe und morgen Maxi-Höhe zu springen.

Bei den im November 2007, Januar und Februar 2008 besuchten Agility-Seminaren zeigte sich Mitch an allen Tagen sehr konzentriert, was mich aufgrund seiner Jugend dann doch überrascht hat. Kaum einer der Seminarleiter wollte glauben, dass Mitch erst seit ein paar Monaten im Agility ausgebildet wird.

Mitch absolute Stärke im Agility ist, dass er selten eine Stange schmeißt. Da muss ich schon wirklich einen groben Patzer machen. Eine weitere Stärke ist, dass er entgegen vieler Border Collies eng arbeitet. D.h., Mitch macht keine großen Bögen, windet sich eng um die Ausleger rum, dass man nur staunen kann, wie elastisch so ein Border Collie-Rüde sein kann. Bei Bedarf kann er aber auch weiter weg von mir arbeiten.

Mitch beim engen Richtungswechsel

Mitch beim engen Richtungswechsel

Auf jeden Fall bin ich auf seine weitere Entwicklung im Bereich Agility gespannt. Aber sicherlich werden wir noch etwas Zeit benötigen, um wirklich ein Team zu bilden. Die Schwachstelle bei uns ist leider – wie fast immer – der Hundeführer ;-) !!!
Wellnesshotel Ostsee