09./10.02.2008

An diesem Wochenende stand für Mitch und mich mal wieder ein Seminar an. Veranstaltet wurde das Seminar wieder in der schönen Reithalle des Grefensteiner Hofes in Blankenheim. Seminarleiter waren dieses Mal Daniel Schröder und Martin Eberle (u.a. Einzel- und Mannschafts-Vize-Weltmeister 2007mit seinem Klein-Pudel) aus der Schweiz. Allerdings führt Martin auch Border Collies.

Mitch und ich reisten bereits Freitagabend mit unserem Camper an. Entgegen unseres letzten Aufenthaltes in Blankenheim hatten wir dieses Mal schönes Wetter und so machten Mitch und ich noch einen Spaziergang bevor es am nächsten Morgen ernst wurde.

Unsere Gruppe sollte als erstes um ca. 11.00 Uhr bei Martin antreten. Allerdings war durch die 2 Gruppen vor uns bereits eine Verspätung von 1 Stunde aufgetreten. Entgegen des Zeitplanes fingen wir erst kurz nach 12.00 Uhr an.

Unsere Gruppe bestand aus A0ern. Als erstes sollten wir einen kleinen Parcour laufen, damit Martin einen Eindruck von uns gewinnen konnte. Aus einem unerfindlichen Grund war ich total nervös und es klappte irgendwie gar nichts :-( . Aber wir waren nicht das einzige Team, bei dem es so war.

Dann erarbeiteten wir so nach und nach die einzelnen Sequenzen des Parcours. Die anfängliche Nervosität legte sich auch und so liefen wir dann doch noch recht anständig.

In der Mittagspause wurden wir dann mal wieder mit einem köstlichen Essen versorgt. Gut, dass wir danach nicht wieder sofort laufen mußten :-) .

Am Nachmittag hatten wir dann bei Daniel noch einen Jumping-Parcour, den Mitch und ich – wider meiner Erwartung – ganz ordentlich meisterten. Tja, es läuft sich halt unbeschwerter, wenn man endlich mal wieder einen Hund hat, der nicht so stangenanfällig ist ;-) .

Übrigens hat Mitch bei diesem Seminar endlich den “richtigen” Slalom gelernt. In unserem Garten war der Gassenslalom schon seit einiger Zeit zusammen geschoben. Aber Mitch war der Meinung, dass ein Slalom nur in unserem Garten steht und ausschließlich gelbe und rote Stangen hat. Meine Versuche, ihn an einem anderen Ort durch einen andersfarbigen Slalom zu schicken, schlugen fehl :-( .

Da der Slalom in Blankenheim ebenfalls gelbe und rote Stangen hatte, dachte ich “jetzt oder nie” ;-) . Nach 3 Fehlversuchen fädelte Mitch dann richtig ein und bewältigte – zwar noch langsam – den Slalom bis zum Ende. Von da an hatte Mitch verstanden, dass ein Slalom auch mal an einem anderen Ort stehen kann und es gab keine Probleme mehr :-) .

Nachdem wir nach Martin noch fit waren, hat uns bzw. wohl eher mich Daniel für diesen Tag dann doch geschafft :-) und ich war froh, abends die Füße hochlegen zu können. Wir sind dann auch ziemlich zeitig schlafen gegangen.

Am nächsten Vormittag dürften wir wieder zuerst bei Martin unser Glück versuchen. Heute war dann die Nervosität nicht mehr vorhanden. Und es klappte eigentlich alles recht gut.

Nachmittags wurden dann noch einmal von Daniel “verarztet” ;-) . Auch hier war ich mit uns Beiden doch ganz zufrieden.

Am späten Nachmittag wurde dann noch ein Abschlussparcour gestellt, der aber eigentlich in erster Linie für die vielen WM-Quali-Teilnehmer, die bei diesem Seminar dabei waren, gedacht war. Anschließend wollte man diesen Parcour dann für die A0er bis A2er “entschärfen”. Ich bat Daniel darum, mich an diesem Parcour auch einmal mit Mitch zu versuchen, da Mitch eigentlich alles machte, was man ihm zeigte.

Bis kurz vor Ende waren wir fehlerfrei. Dann kam die Wippe. Schon bei unserem ersten Seminar in Blankenheim konnte er sich mit der Wippe dort nicht anfreunden :-( . In den 2 Tagen Seminar zeigte er mir auch wiederum, dass diese Wippe gar nicht nach seinem Geschmack war :-( .

Er weigerte sich im Abschlussparcour einfach, dieses komische Ding zu betreten :-( . 5 Fehlversuche und dann endlich war es geschafft, Mitch machte die Wippe und ich lobte ihn wie einen Weltmeister :-) . Von dort aus liefen wir den restlichen Parcour dann noch fehlerfrei :-) .

Martin lobte uns und meinte, dass Mitch mal ein richtig guter Hund würde. Natürlich bin ich 10 cm gewachsen :-) . Wer hätte das gedacht, dass aus dem kleinen Irren mal ein Agility-Freak wird ;-) . Dann machte Martin uns noch einen Verbessungsvorschlag hinsichtlich der Schlußsequenz.

Alle hatten dann die Gelegenheit die Verbesserungsvorschläge von Daniel und Martin im nochmaligen Parcourlauf in die Tat umzusetzen. Dieses Mal lief es bei uns nicht so gut :-( . Ich bekam einfach einen Wechsel, der im ersten Lauf  supergut geklappt hatte, nicht mehr hin. 2 Tage Seminar forderten bei mir kopfmäßig dann doch ihren Tribut :-( . Dafür gelang uns die von Martin vorgeschlagene Variante der Schlußsequenz super und ich war megastolz auf den kleinen “Irren” :good: .

Da die beiden Tage doch recht anstrengend waren, machten wir uns erst am nächsten Morgen auf den Rückweg.