10./11.11.2007

Am 10. und 11.11.2007 hat Mitch sein erstes Agility-Seminar bestritten. Das Seminar wurde von Mona Grefenstein, Florian Cerny und Daniel Schröder in der Reithalle des Grefensteiner Hofes in Blankenheim abgehalten.

Am Samstag ging es nach dem Frühstück auf dem Grefensteiner Hof in die Reithalle, wo 3 kleine Jumping-Parcoure standen. Die Teilnehmer waren bereits in 4 Gruppen eingeteilt worden, so dass es für 3 Gruppen direkt in die Parcoure ging und eine Gruppe noch Schonfrist hatte.

Unser erster Einsatz begann bei Florian. Die Auflagen der Pedigree-Hürden in diesem Parcour waren auf eine Sprunghöhe von 65 cm ausgelegt, was sich kurzfristig nicht ändern ließ. Obwohl Mitch bisher nur zwei oder drei Mal diese Höhe gesprungen ist, hatte er keine großartigen Probleme damit :good: .

Nur ganz am Anfang riß er eine oder zwei Stangen. Von da an sprang er eben höher bzw. wandte die “spezielle” Sprungtechnik der “Granting-Pleasure-Hunde” (Überstrecken der Hinterläufe) an. Mir selbst war es schon früher aufgefallen, dass Mitch teilweise diesen Sprungstil an den Tag legte. Auch Florian bemerkte es und fragte mich, ob ich überhaupt wissen würde, wie mein Hund springt. Auf meine Antwort “wie die Granting-Pleasure-Hunde” erntete ich ein zustimmendes Nicken.

In Flo`s Parcoure ging es u.a. darum, dem Hund auch mal zu vertrauen, dass er etwas alleine arbeiten kann, um sich z.B. beim Tunnel frühzeitig abzusetzen. Das mit dem Vertrauen ist eben so eine Sache, wenn man wie ich erst sehr kurz mit Mitch Sequenzen läuft. Aber nachdem wir in 2 kleinen Parcoure die selbe Sequenz “Hürde – Tunnel” hatten, wurde Mitch sicherer, was das Reinlaufen in den Tunnel anging. Und so musste ich nicht mehr ganz so weit mit ihm zum Tunnel laufen, so dass ich solche Stellen zum Absetzen vom Hund nutzen konnte.

Wir lernten auch, wann wir Hundeführer in bestimmten Situationen das Tempo drosseln müssen, damit der Hund eben nicht zu weit raus springt und schon frühzeitig weiß, wo es weitergeht.

Alles in allem war ich sehr zufrieden damit, wie Mitch in diesem Seminarteil gearbeitet hatte.

Nach einer Pause begab sich unsere kleine Gruppe in Daniel`s Fänge. Hier lernten wir die “Belgische Treppe” kennen und wie man den Hund “stellt”, damit er solche Dinge fließend und ohne große Bögen laufen kann. Dabei war teilweise auch das Rückwärtslaufen angesagt und wer mich kennt, der weiß um meine Probleme damit :-( .

Die “Belgische Treppe” gab dann noch einige andere Sequenzen her wie u.a. die Welle, bei der ich Mitch häufig genug an der dritten Hürde vorbei zog. Aber letztendlich haben wir auch die Welle bewältigt und in der letzten zu laufenden Sequenz habe ich sogar einen “Franzosen” an einer Stelle geschafft, wo ich es mir vorher niemals zugetraut hätte :-) .

Anschließend ging es zu Mona zum Sequenztraining. Hier lernten wir hauptsächlich, den Hund zu stellen. Auch hier war Rückwärtslaufen angesagt, was das Ganze für mich natürlich nicht leichter machte :-( .

Danach ging ersteinmal in aller Ruhe zum Mittagessen in die warme Reiterstube. Nach der Mittagspause wurde auf 2 Parcoure umgebaut.

Gegen Abend dürften wir dann nocheinmal bei Daniel unsere Runden drehen. Auch in diesem Parcour ging es hauptsächlich um das Stellen des Hundes.

Auf unserem Spaziergang nach Beendigung des Seminars hat Mitch dann noch mit Deav – Dark Devil from the narrow lane – (gemeinsamer Opa der Beiden ist Mighty Mitchell of Mac Sleeves) einige Rennrunden eingelegt :-) .

Am nächsten Morgen konnten Mitch und ich ausschlafen, da für uns das Seminar erst gegen 10.30 Uhr begann. Wiederum waren 2 kleinere Parcoure aufgebaut.

Für uns stand ersteinmal Flo auf dem Plan, der uns mit einem netten kleinen Parcour überraschte. Wiederum war das Vertrauen in den Hund angesagt. Wie bereits gestern war ich da Mitch gegenüber noch skeptisch.  Das war auch der hauptsächliche Grund, warum ich – trotz mehrfacher Wiederholung – einfach nicht rechtzeitig zum Wechsel vor dem Hund da war :-( . Dave hätte ich blind vertraut, aber Mitch war noch ein blutiger Anfänger.

Danach ging es nochmal zu Mona. Hier war das Stellen des Hundes auch wieder der Schwerpunkt. Ich war überrascht, dass Mitch an Stellen, an denen es tatsächlich eng wurde, völlig ohne Probleme dem folgte, was ich ihm anzeigte :good: .

Nach der Mittagspause wurde dann ein Abschlußparcour gestellt, an dem ich mit Mitch natürlich versuchte, das Erlernte umzusetzen.

Im Großen und Ganzen gelang uns das auch ganz gut, wenn Mitch auch an einem Tunnel vorbei lief, bei dem ich ausnahmsweise mal Vertrauen in ihn hatte. Beim nächsten Tunnel fehlte das Vertrauen wiederum und ich kam nicht ganz ideal an die Stelle, an der ich wechseln mußte :-( .

Nach dem Seminar gab es für Mitch dann noch eine Toberunde mit Deav. Die Beiden rannten, als wenn sie das ganze Wochenende auf dem Sofa verbracht hätten ;-) .

Mich hat der kleine Mann an diesem Wochenende allerdings sehr überrascht :yes: . Er hat beide Tage sehr konzentriert gearbeitet, was für einen jungen Hund nicht ganz selbstverständlich ist. Außerdem ließ er sich – wenn man bedenkt, daß er erst seit Juli 2007 mehrere Sprünge hintereinander gearbeitet und mit den Kontaktzonen begonnen hat – führen, als wenn er Agility schon wesentlich länger machen würde.

Nach einem abschließenden Spaziergang machten Mitch und ich uns auf den Heimweg.