12./13.01.2008

Dieses Wochenende stand für Mitch und mich das nächste Seminar an. Veranstaltet wurde das Seminar dieses Mal von der Hundeschule M.L. und Seminarleiter war Philipp Müller-Schnick.

Mitch und ich reisten bereits Freitagabend mit unserem Camper an. Uns wurde vom Reithallenbesitzer freundlicherweise Strom zur Verfügung gestellt. Unser Stellplatz befand sich direkt gegenüber der “offenen” Reithalle, in der auch das Seminar stattfinden sollte. Gottseidank war ich mit genügend Fleece-Pullover ausgestattet, so dass ich im Mehr-Lagen-Look in der “offenen” Reithalle auftauchte. Der einzige Nachteil war, dass man sich mit all den Pullovern und warmen Unterhosen wie eine Wurst in der Pelle vorkam :negative: . Beim Laufen hatte ich den Eindruck, ich käme überhaupt nicht vom Fleck :-( .

Der Samstagmorgen begann zunächst in der Reiterklause mit ein wenig Theorie und der Vorstellung durch Philipp für die Hundesportler, die ihn und die von ihm vertretene Führweise noch nicht kannten.

Bisher kannte Philipp mich nur zusammen mit Dave. Aber Mitch sollte er an diesem Wochenende auch kennenlernen ;-) .

Anschließend wurde die Einteilung der Gruppen bekannt gegeben.

Mitch und ich waren zusammen mit Bianca mit Shadow (Border Collie – A2), Melanie selbst mit ihrem Chip (Border Collie – A 1), einer mir unbekannten Hundeführerin mit ihrer Standard-Mischlingshündin sowie bei den Mediums Rita mit ihrer Abby (Parson Jack Russel – A 2) und Sabine mit ihrer Nachwuchshündin Viva in einer Gruppe. Alle erfahrene Hundeführerinnen, die mit ihrem Nachwuchs auf dem Seminar vertreten waren.

Unsere Gruppe war die Zweite, die an diesem Morgen in den Parcour dürfte. Die erste Sequenz dürften wir ersteinmal laufen, wie wir das normalerweise tun würden. Ich baute auch gleich einen Franzosen ein :-) . Aber Philipp wollte diesen an einer anderen Stelle sehen :-( . Nach einigen Versuchen schaffte ich es tatsächlich auch. Aber auch die anderen aus unserer Gruppe brauchten mehrere Anläufe.

Die zweite Sequenz lief dann auch schon wesentlich besser bei uns, wobei ich aber noch herausfinden muss, inwieweit ich Mitch beim “Stern” alleine arbeiten lassen kann oder ob er im Moment noch ein bißchen mehr Hilfe braucht.

Obwohl wir nur eine kleine Gruppe waren, verging die Zeit leider viel zu schnell :-( .

Gegen Nachmittag kam unsere Gruppe wieder zum Einsatz. Dieses Mal wurde auch der Slalom mit einbezogen. Zum Zeitpunkt des Seminares konnte Mitch den Gassenslalom in unserem Garten mit noch fehlenden 1 cm laufen. Auf dem Seminar meinte er aber “Frauchen, so ein komisches Teil habe ich noch niiiiie gesehen” ;-) . Auch nach mehreren Versuchen war Mitch immer noch der Meinung, noch nie einen Slalom in seinem ganzen Leben gesehen zu haben.

Also öffneten wir den Gassenslalom wieder mehr und auf einmal wußte er wieder, was zu tun ist. Wir haben dann noch den Reifen und eine Hürde im Zusammenhang mit dem Slalom gearbeitet während die Hunde, die den Slalom konnten, die komplette Sequenz gelaufen sind.

An beiden Seminartagen haben wir übrigens den Abstand im Gassenslalom für Mitch etwas größer gewählt.

Abends dürfte sich unsere Gruppe dann nochmal in den Parcour begeben. In den abendlichen Sequenzen standen dann noch der Steg, die Wippe und die A-Wand auf dem Programm. Mitch macht die Kontaktzonen zwar sehr ordentlich, aber es ist kein Vergleich zu Dave`s rasanten Kontaktzonen. Aber wir arbeiten dran ;-) .

Bei der Wippe mußte ich auch – für mich völlig ungewohnt – bis ans Ende der Wippe mitlaufen. Obwohl Mitch im Training bei der A-Wand derzeit erst auf 1,40 m arbeitet, war die Maxi-A-Wand – wie bereits bei unserem November-Seminar – kein Problem für ihn. Er lief sie als wenn er gar keine andere Höhe kennen würde.

Im Anschluß an diesen Seminartag machte ich mit Mitch noch einen schönen Spaziergang und fiel dann nur noch ins Bett ;-) .

Hier ein paar Videoimpressionen vom ersten Seminartag (Doppelklick auf`s Video, wenn ihr es in einem größeren Format sehen wollt):

Am nächsten Tag war unsere Gruppe erst gegen Mittag an der Reihe. Allerdings fingen wir mit einer für uns “Frauen” schwierigen Sequenz an. Rückwärtslaufen war angesagt. Das, was ich am wenigsten kann :-( . Aber ich konnte mich trösten, auch den anderen Mitgliedern unserer Gruppe gelang die Sequenz nicht so, wie Philipp sie gerne gesehen hätte. Er hatte mit uns “Frauen” Einsehen und ließ uns stattdessen vorwärtslaufen und einen Franzosen machen.

Anschließend wurde diese Sequenz noch durch Einbeziehen zweier Hürden, dem Tunnel und noch einer Hürde erweitert. Ich war überrascht, wie toll Mitch arbeitete und alles annahm als wenn er nie etwas anderes getan hätte.

Nachdem wir uns von den mittäglichen Anstrengungen erholt hatten, waren wir nachmittags noch einmal im Parcour. Dieses Mal arbeiteten wir die “Welle” und fügten dieser noch weitere Geräte u.a. den Laufsteg hinzu. Mitch arbeitet – ganz anders wie Dave – ohne große Bögen und ich war erstaunt, wie eng er sich teilweise um die Ausleger herumschlängelte oder auch Hürden aus jedem Winkel ohne Stangenabwurf sprang.

Zum Abschluß dürften wir uns abends nocheinmal im Parcour vergnügen. Hier machte sich bemerkbar, dass Mitch eben noch kein erfahrener Hund ist. In der Erwartung, dass er – wie Dave – das Gerät, das vor seiner Nase ist ohne meine Hilfe nimmt,  lief ich einfach weiter geradeaus. Obwohl Mitch aus dem Tunnel kommend nichts anderes vor sich hatte als den Reifen, lief er am Reifen vorbei, weil ich das Gerät nicht angezeigt habe.

Ansonsten lerne ich anscheinend endlich Wechsel besser zu laufen oder Mitch verzeiht in dieser Hinsicht wesentlich mehr als Dave. Von Philipp wurde Mitch zum Abschluß auf jeden Fall schon mal “Rettungspotential” bescheinigt :-) . Guter Hund :good: !!!!!!!!!!!!!!!

Hier noch ein paar Videoimpressionen vom zweiten Seminartag:



Hier noch ein paar Fotos vom Seminar, die uns freundlicherweise von Melanie Lehmann von der Hundeschule M.L. zur Verfügung gestellt wurden.